Homöopathie bei Ertrinken

Posted by: Doc Brown  :  Category: Medizin

Ist die Homöopathie am Ende? fragt Spiegel Online und der Chefarzt. Die Gesundheitskosten sind zu teuer, an allen Ecken und Enden muss gespart werden. Aber warum gerade die Homöopathie, sie hilft doch sogar bei Ertrinken!

Erste Hilfe bei Ertrinken: Antimon tartaricum
Wenn die Lunge voll Wasser ist. Die Atemgeräusche hören sich rasselnd und wie nach Schleim an, die Atmung ist oberflächlich. Die Gesichtsfarbe ist blass grau, kann aber auch dunkelviolett werden. Die Gesichtszüge wirken eingefallen, die Nasenflügel bewegen sich beim Atmen mit.

Quelle

Ich halte einen schönen runden Tubus zwar für die bessere Wahl… aber ich bin ja auch nur Anästhesist.

Unmögliches möglich machen

Posted by: Doc Brown  :  Category: Anesthesia & ICU

Bei Kormak bin ich über einen interessanten Artikel über “das Wesen der Anästhesie” gestolpert, über die Dienstleistung für die Chirurgen, das Operationsziel möglich zu machen.

Aus „er stirbt!“ wurde „wie stillen wir die Blutung?“ und dann „wir haben einen Plan“ und schließlich „wir habens!“

Noch mehr Gas-Weisheiten…

Posted by: Doc Brown  :  Category: Anesthesia & ICU

Nachdem ich im letzten Artikel über das “Kannst du mal eben kurz…”-Syndrom geschrieben habe, fielen mir im Wochenenddienst noch ein paar andere “Syndrome” auf.

Da hätten wir zuerst das “Was nicht passt, passt nicht…”-Syndrom. Und was passt immer mal wieder nicht… die Larynxmaske. Wenn sie also bei der Einleitung schon nicht passt, sollte man eben nicht denken, dass die Kürze des Eingriffs eine positive Wirkung auf die Passform der LAMA hat, falls man nicht plötzlich bei einer 70er Sättigung in der einen Hand das Succi, in der anderen Spatel und Tubus für schöne Atemwege sorgen will. Davon abgesehen, wurde mir von Anfang an beigebracht, dass ein schöner runder Tubus noch keinem geschadet hat.

Dann gäbe es noch das “Der erste Gedanke zählt…”-Syndrom. Wenn man plant, eine Regionale zu machen, und sie aufgrund vielfältiger Einflüsse, verschwundenes Sono, nervende Chirurgen, etc in eine ITN swicht, dann wird irgendwann der Gedanke kommen, “Warum hab ich keine Regionale genommen?”

Soviel zu meinem Wochenende…

Kannst du mal eben kurz…

Posted by: Doc Brown  :  Category: Anesthesia & ICU

Die Anästhesie hat so einige Eigenheiten, die sicherlich auf der ganzen Welt gleich sind. Gerne wird den Gasmänner und -frauen ja nachgesagt, sie würden nur rumsitzen, anderen beim schlafen zuschauen, die Chirurgen ärgern. Nur bei Ein- und Ausleitungen machen sie mal kurz die Finger krum, etwas das man in kurzer Zeit einem Affen beibringen könnte. Dadurch, und dadurch dass die Pflege gern pünktlich Feierabend macht, die Chirurgen gern viel und lange operieren, passiert es, dass man öfter den Satz hört “Kannst du mal eben kurz…”

Kannst du mal eben kurz überlappend einleiten.

Können wir eben kurz diesen Bauch aufmachen, nur eine Kleinigkeit.

kannst du mal eben kurz…

In den ersten Wochen wird jeder Anfänger darauf reinfallen, wird eben mal kurz den kleinen Bauch mit einer Einbraunülennarkose einleiten, kurz vor dem Feierabend der Pflege, und dafür geköüft werden, dass die Pflege plötzlich Überstunden machen muss, weil sich der Bauch als eine Katastrophe darstellt, dass diese Narkose mit einer 1,3er Viggo völlig unterversorgt ist und sowieso alles scheisse ist. Jeder wird mal eben kurz vor der Ausleitung aus dem Saal gehen, um mal eben schnell eine Spinale zu stechen, und dabei zusehen wie es eben dieser plötzlich immer schlechter geht, meist in dem Augenblick, wenn er im Saal am ausleiten ist, und auch dort alles schief geht…

Wir fassen zusammen, hören wir den Satz, “Kannst du mal eben kurz…” sollte eine Alarmglocke angehen. DIE RED-FLAG der Anästhesie, auf stur schalten, beleidigen lassen und nicht diskutieren.

Ein normaler Wochenenddienst

Posted by: Doc Brown  :  Category: Anesthesia & ICU

Nachdem seit einiger Zeit immer häufiger Tagesabläufe in einschlägigen Blogs zu finden sind, möchte ich mal einen meiner Samstagsdienste beschreiben.

07:00h – Aufstehen, erstmal kein Frühstück

08:00h – Dienstbeginn, Übergabe, Besprechung, bis jetzt schon über 10 Voranmeldungen

08:15h – im OP, erste Einleitung, erste Wundrevision bei den Unfallchirurgen

09:00h – Ausleitung, kurze Überwachung im OP, dann Station

09:45h – zweiter Patient, pertrochantäre Fraktur, nahe an den 100 Lebensjahren, wahrscheinlich seit Jahren nicht mehr gelaufen, starten mit vier Sälen gleichzeitig

11:30h – ewige Einleitung, leider doch ITN, Lagern, Schnitt, Kreislauf weg, Volumen, Katecholamine, Blut

16:00h – Ende der OP, Rhythmusstörungen, Kardioversion, letztes Bett auf ICU

16:45h – schnell noch ein Stamm-CT von ICU, voraussichtlich nächster Kunde, Amastomosen hin

17:45h – das erste Essen, Frühstück, Mittagessen und Abendessen in einem

18:10h – die Urologen haben sich gemeldet, zwei DJ-Katheter, der eine dauert mal wieder länger

20:15h – endlich Schmerzvisite

21:00h – noch eine Schenkelhalsfraktur, die seit heute morgen im Haus ist, bestellt, Station lässt sch Zeit

22:00h – schnelle Einleitung, mittlere Verrohrung, Chirurgen sind angerufen, und kommen nicht

23:30h – endlich da, Lagerung, Schnitt

01:30h – Patient persönlich auf IMC geschoben, alles gut

02:00h – endlich im Bett, fast 20 Stunden Dauerlauf

02:15h – Dissektion in der KVC, akuter Bauch, ich darf liegenbleiben

07:30h – noch ein CT von ICU, Übergabe, zusammenfassend 15 OPs, vielleicht 50% wirkliche Notfallindikationen, 3 Schockräume, und viele Kleinigkeiten, und heim…

Intubieren auf Intensiv

Posted by: Doc Brown  :  Category: Anesthesia & ICU

Jeder Anfänger der Anästhesiologie wird nach einigen Wochen im OP immer sicherer bei den “einfachen” Intubationen, vor allem durch die optimalen Bedingungen, die im OP herrschen. Nach 1-2 Jahren, im Rahmen der Intensivweiterbildung kommt dann die Ernüchterung, dass doch nicht soviele Intubationen beim ersten Mal klappen, einem das Sättigungsgepiepe häufig um die Ohren fliegt. Kollegen aus Mainz haben nun veröffentlicht, dass eine von fünf Intubationen auf Intensiv problematisch sind.

One out of every five endotracheal intubations attempted in the intensive care unit is problematic, and alternative tools needed to secure these difficult airways are often several life-threatening minutes away, researchers in Germany have found.

“We had a feeling that there’s a high incidence of difficult airway in the ICU, just based on experiences of physicians,” said lead author Rüdiger Noppens, MD, an anesthesiologist at University Medical Center of the Johannes Gutenberg University in Mainz. “But we weren’t prepared for this finding.”

(Quelle)

Die kommenden ERC-Richtlinien 2010

Posted by: Doc Brown  :  Category: Anesthesia & ICU

Anfang Dezember 2010 wird es gemäss dem üblichen 5-Jahres-Rhythmus neue Richtlinien zur Reanimation geben. Nachdem 2005 das Minimieren der Pausen, das Erhöhen des Rhythmus auf 30:2, die Reduktion der Defibrillationen und die therapeutische Hypothermie im Mittelpunkt standen, was glauben meine Leser, welche Änderungen wird es dieses Jahr geben. Wo besteht noch Klärungsbedarf oder welche wissenschaftlichen Neuerungen haben sich ergeben?

Die präklinische Thoraxdrainage

Posted by: Doc Brown  :  Category: Anesthesia & ICU

Eine Thoraxdrainage ist im Rettungsdienst/Notarztdienst insgesamt sehr selten. Umso mehr Fehler passieren nicht nur bei der Entscheidungsfindung oder beim Legen, sondern auch beim Versorgen der gelegten Drainage. Vor allem im Schockraum sieht man immer mal wieder Fehler, die so eigentlich nicht passieren sollten.

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Anästhesist twittert

Posted by: Doc Brown  :  Category: Funny & Homeless

Nachdem Monsterdoc und INTensivling Ärzte verschiedener Fachrichtungen twittern lassen, springe ich auch mal auf diesen Zug auf.

Kaffe trinkend, schlafend, nicht richtig arbeitend, so sind sie verrufen, die Gasmänner der Nation. Und zwischen Tubus und Propofol finden die auch noch Zeit zum twittern, unglaublich.

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Hilfe für Haiti

Posted by: Doc Brown  :  Category: Medizin

Das Erdbeben von Haiti zeigt wie alle Katastrophen erst Tage (und Wochen) später seinen wahren Schrecken, Opferzahlen steigen täglich, Krankheiten und andere Tragik finden ihre Wege. Josephine vom Medilearn Blog “Heldin im Chaos” schreibt in ihrem aktuellen Artikel darüber, dass sie gerne helfen würde, nur wie…

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