In 8 Tagen beginnt die Wm 2010 in Südafrika, endlich. Und ja ich gebe es zu ich bin Fußballverrückt. Das Kicker-Sonderheft ist auswendig gelernt, alle wichtigen RSS-Feeds aktualisiert und das Ergebnisposter an die Wand geklebt. Auch was das Tippen angeht, habe ich mich entschieden, diesmal kein Kicktipp oder Sportbild-Tippspiel, in diesem Jahr benutze ich Twittipp, ein Gemeinschaftsprojekt von Stadt-Bremerhaven.de und Aptgetupdate.de. Eine schöne Funktion, schnell unterwegs per Twitter die Tipps updaten. Und als netter Nebeneffekt, die beiden Blogger werden durch einige Firmen unterstützt und können viele gute Preise bieten. Wer macht noch mit?
Mitte Oktober konnte man im Hamburger Abendblatt lesen, dass die neue Koalition die umstrittene elektronische Gesundheitskarte vorerst stoppen und das Projekt überprüfen will.
Wahrscheinlich war das alles nur ein Traum, denn heute kann man in der TAZ lesen, dass das Projekt eGK auf keinen Fall pausiert wird, laut Gesundheitsminister Rösler.
Gespannt kann man in den letzten Tagen Koalitionsverhandlungen verfolgen. Dabei immer wieder die Frage, werden uns faule Kompromisse für Erfolge verkauft oder nicht. Bestes Beispiel, Verhandlungen der selbsternannten Bürgerrechtspartei FDP und scheinbare Kompromisse bei den Themen Internetsperren, Online-Durchsuchung und Vorratsdatenspeicherung.
Auch bei dem Thema elektronische Gesundheitskarte gibt es Neuigkeiten, wie das Hamburger Abendblatt am Freitag titelt. Demnach wird das Millionengrab Projekt “eGK” vorerst ausgesetzt.
Die elektronische Gesundheitskarte wird vorerst gestoppt. Ziel ist eine Überprüfung des milliardenteuren Projekts, das sich wegen Unstimmigkeiten zwischen Ärzten und Kassen und wegen datenschutzrechtlicher und technischer Fragen seit Jahren verzögert. Die Erfahrungen in den Testregionen sollen ausgewertet werden.
Bei den SWR-Nachrichten ist zu lesen, dass die Innere Abteilung des Klinikum in Schramberg einen Aufnahmestopp erlassen hat. Ärztemangel sei der Grund für diese Maßnahme, über die komplette Schließung der Abteilung wird diskutiert.
Laut SWR wurden “sogar” 64000 Euro für Headhunter ausgegeben, jedoch ohne Erfolg. Ob man mit Gehaltserhöhungen, humanen Arbeitszeiten oder anderen familienfreundlichen Maßnahmen mehr Kollegen “aufs Land” gelockt hätte, ist wahrscheinlich zu bezweifeln. IMHO: Wenn sich eine Klinik erstmal in Nachwuchssorgen verfangen hat, dann ist aufgrund der daraus resultierenden schlechten Arbeitsbedingen (zuviele Patienten, zuviele Dienste, keine Weiterbildung) die Suche nach Ärzten ssowieso schwierig, vielleicht hätte sich die Klinik, abseits von Ballungsgebieten gelegen, vorher mit dem Thema Arbeitsbedingungen beschäftgen sollen. Am Ende muss es doch der Patient ausbaden… aber diese Entwicklung ist politikgewollt.
Heute Abend gibt es im WDR bei der Sendung Monitor einen Bericht über “Privatisiertes Uniklinikum – Gewinnmaximierung auf Kosten der Patienten?”. Einschalten sollte man um 21:45 Uhr, wer den Bericht verpasst, kann über iTunes den Podcast abonnieren, leider nicht allzu aktuell.
Entsprechend findet sich in der Online-Ausgabe der Frankfurter Rundschau ein offener Brief mit dem Titel “Täter, Opfer, cash cows und Röhn“, thematisiert werden die scheinbaren Folgen der Privatisierung der Universitätsklinik Gießen-Marburg.
So zumindest titelt KevinMD mit Verweis auf einen Artikel aus dem Guardian. Dort warnen führende Ärzte vor einer Einführung der europäischen Arbeitszeitregelung, die 48-Stunden-Woche. Als Gründe geben sie an, dass bei zu vielen Übergaben durch neue Schichtsysteme Informationen verloren gehen, zuviele Ärzte einzelne Patienten versorgen und somit Patienten nicht mehr suffizient behandelt werden können.
Wenn es nur die Chefs wären, denen ihr Geld zu schade ist, es einfachen Ärzten in den Rachen zu werfen, aber leider sind es die Ärzte selbst, die daran glauben. Welche geistige Behinderung haben die meisten Ärzte eigentlich gemein?
Aber gibt es tatsächlich Argumente gegen diese Arbeitszeitbegrenzung, die wir hier in Deutschland kennengelernt haben. Zum einen gibt es zwar eine Beschränkung der Arbeitszeit und somit des Gehaltes, aber mehr Stellen werden nur selten besetzt und somit gibt es mehr Arbeit für das gleiche Personal und inoffizielle, meist unbezahlte Überstunden, und somit weniger Gehalt…