Anästhesiebuch.at
Bei Herr Pfleger bin ich über einen schönen Link gestolpert, den ich hier noch nie gepostet habe. Bei anästhesiebuch.at findet sich ein kostenloses Anästhesie-ebook zum Download, mittlerweile in der 2. Auflage.
Bei Herr Pfleger bin ich über einen schönen Link gestolpert, den ich hier noch nie gepostet habe. Bei anästhesiebuch.at findet sich ein kostenloses Anästhesie-ebook zum Download, mittlerweile in der 2. Auflage.
Wenn man nicht gerade den Weg in die Praxis oder Industrie gefunden hat, werden wir immer mit Diensten konfrontiert, seien es 24 oder 36 Stunden Dienste, Nachtdienste, Wochenenddienste. In meinem Kollegenkreis gibt es ganz verschiedene Wege, wie mit Schichtdiensten oder Diensten umgegangen wird, meistens so muss ich sagen, schlafen die meisten weniger als, in einem normalen Rhythmus.
Wie mache ich es? Wenn ich einfach nur einen 24 Stunden Dienst habe, an dem ich nicht geschlafen habe, schlafe ich meist morgens 3-4 Stunden, und versuche so wieder in den normalen Rhythmus zu kommen. Und nur durch einen oder zwei Dienste pro Woche wird der Rhythmus ja auch noch nicht durcheinander gewirbelt, man ist halt einfach nur müde.
Im Schichtdienst finde ich es ungleich schwieriger, wobei Früh- und Spätdienste noch dem normalen Rhythmus entsprechen, kämpfe ich mit den Nachtdiensten schon eher. Meistens versuche ich vor der ersten Nacht lange wach zu bleiben, um lange zu schlafen. was leider meistens nicht klappt, meist wird man doch viel zu früh wach und geht somit schon müde in die erste Nacht. Dann versuche ich, gleich morgens schnell einzuschlafen, auch das ein Ding der Unmöglichkeit, ist man doch bis 11-12 Uhr meist wach.
Jetzt meine Frage an euch, wie macht ihr das? Wieviel Schlaf braucht ihr? Wann schlaft ihr?
Hand aufs Herz. Von wem wollt ihr eure Narkose und perioperative Überwachung haben? Von einer erfahrenen Anästhesieschwester oder von einem erfahrenen Anästhesisten?
Schreibt ruhig in die Kommentare, wollt ihr Geld sparen, mehr Pflegekräfte und weniger Ärzte, oder soll alles so bleiben wie es ist?
Da habe ich schon länger nichts mehr von mir hören lassen, und dann schreibe ich gleich über meinen anstehenden Urlaub, ab dem kommenden Wochenende, 2 Wochen. Und es ist wie immer, ich gehe auf dem Zahnfleisch, ich will nicht mehr, ich kann nicht mehr, und mit jedem Tag näher an meinem ersten Urlaubstag wird es immer schlimmer. Aus irgend einem Grund häufen sich kurz vor den Urlauben auch die Dienste, der Urlaub soll ja auch was bringen – Danke Chef.
Es könnte ja auch sehr entspannt sein, kleiner OP-Bereich, nette Leute und… eine neue Kollegin. Wo sich die Fachärzte rumtreiben wenn ein Schwung Frischfleisch ankommt, habe ich noch nicht herausgefunden. Aber jedesmal bleibt es an uns Assistenten hängen, den neuen das kleine 1×1 des Überleben im OP beizubringen. Nur, wie fängt man damit an?
Was ist wichtig? Naja, sich bei dem gesamten OP-Personal vorzustellen, am besten 5mal, und genauso viele Kuchen, und bloss nicht im Weg rumstehen, und bloss nie um Hilfe bitten, und auch an Überstunden der OP-Pflege ist die Anästhesie schuld und und und.
Oder gibt es noch wichtigere Dinge? Achja, keinen Patienten in den ersten Wochen umbringen. Guter Plan, aber wie “lehrt” man das. Gut, so wie es einem selbst beigebracht wurde, Maskenbeatmung ist das wichtigste, beim Intubieren nicht hebeln, Zunge nach links, Achtung Zähne, Zunge, nach links, nicht hebeln, fusswärts ziehen, kopf anheben, drücken, nein, doch… hach wie habe ich das gehasst…
Vielleicht doch lieber Narkoseeinleitung und -führung. Propofol langsam spritzen, dann reichen auch 100, nicht zu wenig Fentanyl, Nimbex kumuliert nicht, also rein damit, am Anfang viel Fentanyl, Gas langsam anfluten lassen, auf den Blutdruck achten, beim Schnitt am Kopf stehen, und danach am besten auch, Antibiose vergessen…
Oder Ausleiten, ausleiten ist wichtig, Ausleitungszeiten sind Pausenzeiten. Nicht zuviel von allem und Gas früh genug raus, nein früher, nein, nicht so früh…
Ich freue mich schon auf morgen…

Bei Kormak bin ich über einen interessanten Artikel über “das Wesen der Anästhesie” gestolpert, über die Dienstleistung für die Chirurgen, das Operationsziel möglich zu machen.
In der Anästhesie wird häufiger mal das Ultraschallgerät angerollt, meistens für ZVKs, aber auch mal bei schwierigen Arterien. Von Sonosite gibt es ein schönes Video zum Thema iv-Punktion mit Ultraschall, besonders schön sieht man den gesamten Verlauf der Braunüle, das Zurückziehen und Vorschieben.
Für den geneigten Leser gibt es ein interessantes Lehrvideo zum Thema “zentralvenöse Punktionen”. Ich denke allein zu Lehr- und Lernzwecken ist es wichtig, immer mal wieder den Ultraschallkopf auszupacken, wenn sich die ein paar freie Minuten im Tagesprogramm anbieten.
Wozu, wie oft und wann benutzt ihr Ultraschallgestützte Punktionen?
Nachdem ich im letzten Artikel über das “Kannst du mal eben kurz…”-Syndrom geschrieben habe, fielen mir im Wochenenddienst noch ein paar andere “Syndrome” auf.
Da hätten wir zuerst das “Was nicht passt, passt nicht…”-Syndrom. Und was passt immer mal wieder nicht… die Larynxmaske. Wenn sie also bei der Einleitung schon nicht passt, sollte man eben nicht denken, dass die Kürze des Eingriffs eine positive Wirkung auf die Passform der LAMA hat, falls man nicht plötzlich bei einer 70er Sättigung in der einen Hand das Succi, in der anderen Spatel und Tubus für schöne Atemwege sorgen will. Davon abgesehen, wurde mir von Anfang an beigebracht, dass ein schöner runder Tubus noch keinem geschadet hat.
Dann gäbe es noch das “Der erste Gedanke zählt…”-Syndrom. Wenn man plant, eine Regionale zu machen, und sie aufgrund vielfältiger Einflüsse, verschwundenes Sono, nervende Chirurgen, etc in eine ITN swicht, dann wird irgendwann der Gedanke kommen, “Warum hab ich keine Regionale genommen?”
Soviel zu meinem Wochenende…
Die Anästhesie hat so einige Eigenheiten, die sicherlich auf der ganzen Welt gleich sind. Gerne wird den Gasmänner und -frauen ja nachgesagt, sie würden nur rumsitzen, anderen beim schlafen zuschauen, die Chirurgen ärgern. Nur bei Ein- und Ausleitungen machen sie mal kurz die Finger krum, etwas das man in kurzer Zeit einem Affen beibringen könnte. Dadurch, und dadurch dass die Pflege gern pünktlich Feierabend macht, die Chirurgen gern viel und lange operieren, passiert es, dass man öfter den Satz hört “Kannst du mal eben kurz…”
Kannst du mal eben kurz überlappend einleiten.
Können wir eben kurz diesen Bauch aufmachen, nur eine Kleinigkeit.
kannst du mal eben kurz…
In den ersten Wochen wird jeder Anfänger darauf reinfallen, wird eben mal kurz den kleinen Bauch mit einer Einbraunülennarkose einleiten, kurz vor dem Feierabend der Pflege, und dafür geköüft werden, dass die Pflege plötzlich Überstunden machen muss, weil sich der Bauch als eine Katastrophe darstellt, dass diese Narkose mit einer 1,3er Viggo völlig unterversorgt ist und sowieso alles scheisse ist. Jeder wird mal eben kurz vor der Ausleitung aus dem Saal gehen, um mal eben schnell eine Spinale zu stechen, und dabei zusehen wie es eben dieser plötzlich immer schlechter geht, meist in dem Augenblick, wenn er im Saal am ausleiten ist, und auch dort alles schief geht…
Wir fassen zusammen, hören wir den Satz, “Kannst du mal eben kurz…” sollte eine Alarmglocke angehen. DIE RED-FLAG der Anästhesie, auf stur schalten, beleidigen lassen und nicht diskutieren.