Ein normaler Wochenenddienst
Nachdem seit einiger Zeit immer häufiger Tagesabläufe in einschlägigen Blogs zu finden sind, möchte ich mal einen meiner Samstagsdienste beschreiben.
07:00h – Aufstehen, erstmal kein Frühstück
08:00h – Dienstbeginn, Übergabe, Besprechung, bis jetzt schon über 10 Voranmeldungen
08:15h – im OP, erste Einleitung, erste Wundrevision bei den Unfallchirurgen
09:00h – Ausleitung, kurze Überwachung im OP, dann Station
09:45h – zweiter Patient, pertrochantäre Fraktur, nahe an den 100 Lebensjahren, wahrscheinlich seit Jahren nicht mehr gelaufen, starten mit vier Sälen gleichzeitig
11:30h – ewige Einleitung, leider doch ITN, Lagern, Schnitt, Kreislauf weg, Volumen, Katecholamine, Blut
16:00h – Ende der OP, Rhythmusstörungen, Kardioversion, letztes Bett auf ICU
16:45h – schnell noch ein Stamm-CT von ICU, voraussichtlich nächster Kunde, Amastomosen hin
17:45h – das erste Essen, Frühstück, Mittagessen und Abendessen in einem
18:10h – die Urologen haben sich gemeldet, zwei DJ-Katheter, der eine dauert mal wieder länger
20:15h – endlich Schmerzvisite
21:00h – noch eine Schenkelhalsfraktur, die seit heute morgen im Haus ist, bestellt, Station lässt sch Zeit
22:00h – schnelle Einleitung, mittlere Verrohrung, Chirurgen sind angerufen, und kommen nicht
23:30h – endlich da, Lagerung, Schnitt
01:30h – Patient persönlich auf IMC geschoben, alles gut
02:00h – endlich im Bett, fast 20 Stunden Dauerlauf
02:15h – Dissektion in der KVC, akuter Bauch, ich darf liegenbleiben
07:30h – noch ein CT von ICU, Übergabe, zusammenfassend 15 OPs, vielleicht 50% wirkliche Notfallindikationen, 3 Schockräume, und viele Kleinigkeiten, und heim…







Mai 16th, 2010 at 16:22
Hört sich nach einem ordentlichen Programm an, ich bin froh, dass es hier keine 24h Dienste gibt. Wieviele Anästhesisten seid ihr im Dienst?
Mai 17th, 2010 at 19:28
[...] einer Nacht Von ass100 Ich hab auch mal mitgemacht. So wie z.B. die Kollegen hier, hier und hier. Also, eine beliebige Nacht: here we [...]
Mai 22nd, 2010 at 07:53
@Patrick: 4
Juni 1st, 2010 at 23:48
[...] mit 10 Kommentaren Es macht Spaß, mein Blog zu schreiben und genausoviel Spaß, andere Blogs zu lesen. Ohne die Kommentare und das Feedback meiner Leser würde mir das Bloggen nicht halb so viel Spaß machen und genausoviel Spaß fine ich daran, die Blogs meiner werten Kollegen zu kommentieren und back zu feeden. Aus diesem Grunde möchte ich hier und heute eine neue Tradition begründen. Einmal im Monat, und zwar jeweils am letzten Tag, kurz vor Mitternacht, werde ich an dieser Stelle eine Art Sammelfeedback abgeben über all das, was mir in den von mir gelesenen Blogs aufgefallen ist. Ich beschränke mich dabei zunächst auf diejenigen Blogs, die sich mit Gesundheitsthemen beschäftigen sowie auf Beiträge zu Gesundheitsthemen in Nicht-Gesundheitsblogs. Jedes Blogosphären-Review wird auf ungefähr zweihundert Worten etwa fünf Blogs beschreiben, manchmal auch mehr, manchmal auch weniger. Vielleicht wird es auch alles ganz anders… mal sehen… also… Vorhang auf…. Der Andere Hausarzt gehört seit Langem schon zu meinen Lieblings-Blogs, weil er in fast jedem Beitrag den Nagel genau auf den Kopf trifft, und zwar in einer bedächtigen, unprätentiösen Art. Im Mai begann er eine Serie über Reisemedizin und auch Dr. Kunze hatte wieder seinen allmonatlichen Auftritt. Monsterdoc stand im Mai ganz im Zeichen der Phantasie-Expedition zum Mount Everest. Im Stil eines Multi-Author-Thrillers wurde unter Bezeiligung zahlreicher Mitblogger am 18.5. endlich der Gipfel erklommen, anschließend gönnt man sich dann einen wohlverdienten Urlaub. Ein weiteres vielversprechendes Gemeinschaftsprojekt zwischen Monsteroc und der Kranken Schwester ist übrigens der seröse Podcast. Ich bin schon auf die Fortsetzungen gespannt, die erste Folge war ja wohl eher ein Testballon. Die Kranke Schwester ist übrigens nach langer Zwangspause wieder zurück im Job und steht jetzt an einem spannenden Scheideweg – ich bin gespannt, wie es weitergeht und wünsche ihr auf jeden Fall viel Glück und Erfolg! Die Neuentdeckung des Monats war Herr Hellimhals, der Anästhesist aus Schweden. (Er legt übrigens wert darauf, dass er den Namen nicht vom Rippenspreizer übernommen hat, sondern umgekehrt), aber die Beiträge sind authentisch, echt und toll geschrieben. Noch rasanter geht’s natürlich, wie immer bei Josephine, der Heldin im Chaos zu. Ihr Vorbild Roy Bash vom House of God hat sie längst in den Schatten gestellt. Wo sie in ihrem rasanten Alltag die Zeit und die Muße zum Bloggen hernnimmt, wird wohl auf ewig ihr Geheimnis bleiben. Was gab’S sonst noch im Mai? Tagesprotokolle gab’s auf mehreren Blogs, zum Beispiel bei Sophie Sternenmond, Hellimhals und Doc Brown. [...]