Mediziner in Ausbildung scheinen Probleme mit der endotrachealen Intubation zu haben. Dies geht aus dem Journal “Resuscitation” hervor, gelesen bei Kevin MD. Die Gründe liegen angeblich an der Serie ER. Die meisten Students und Residents hatten Probleme mit der richtigen Kopfposition, ein typischer Fehler, der in der Serie immer wieder gezeigt wird.
Laut einer Kohortenstudie, die im aktuellen Anesthesiology veröffentlicht wurde, scheinen Narkosen in den ersten drei Lebensjahren mit häufigeren Lernstörungen assoziiert zu sein. Die Aussagekraft scheint aber dürftig, weil Jahrgänge der 70 und 80er untersucht wurden. Zu dieser Zeit wurde zum großen Teil Halothan verwendet, und nicht wie heute intravenöse Narkosen oder neuere Narkosegase. Zukünftig sollen noch spätere Jahrgänge untersucht werden, in denen auch Narkosemittel Verwendungen fanden, die noch heute benutzt werden.
Bei den seit kurzem in einer eigenen Kategorie gesammelten iPhone Medical Apps im iTunes Store hat sich leider in letzter Zeit nicht viel getan. Bei den Medikamentendatenbanken zeigt sich ein absoluter Stillstand. Leider gibt es noch immer keine Rote oder Gelbe Liste für das iPhone, noch nicht mal ein WebApp findet sich. Das einzige aktuell benutzbare aber wegen der amerikanischen Lokalisierung eingeschränkte App ist “Epocrates”.
1) Epocrates
Epocrates bietet eine sehr ausführliche und informative Medikamentendatenbank mit regelmäßigen Updates und zusätzlich Bilder zum Identifizieren von Tabletten. Leider behindert die Lokalisierung eine Nutzung in Deutschland. Auch in den Kommentaren finden sich Meinungen, dass man für eine deutsche Version zahlen würde, aktuell ist das App im Store kostenlos.
2) Medical Drugs
Als ich Medical Drugs im iTunes Store fand, war ich positiv überrascht, wurde das Programm in deutschen Text beschrieben. Dennoch ist dieses App nicht für Deutschland geeignet, es ist komplett englischsprachig. Außerdem ist es sehr lückenhaft. Dafür sind die 3,99 Euro schon zuviel. Nicht empfehlenswert!
Die Chirurgie ist die Lehre von der Sinnlosigkleit der inneren Organe.
Die Innere Medizin ist die Lehre von der Unheilbarkeit der Krankheiten.
Die Anästhesie ist die Lehre von der Widerstandsfähgikeit der menschlichen Körpers.
Der Anästhesist sitzt im OP, als ihm plötzlich eine Fee erscheint! Die Fee sagt: “Lieber Doktor, Sie haben nun drei Wünsche frei.” “Puhh,” sagt der Anästhesist” als erstes wünsche ich mir meine eigene Insel.” ZACK* Er sitzt mitten in der Südsee, am weißen Sandstrand “Wow, dann wünsch ich mir jetzt die tollsten Frauen.” ZACK* Lauter süße Dinger hüpfen um ihn herum! ” Mensch, jetzt habe ich ja eigentlich alles, was ich will, mein letzter Wunsch ist nieeee mehr zu arbeiten” Zack* Sitzt er wieder im OP !
Bei Medmacs (neuerdings auf Englisch) gibt es aktuell eine Top Ten der iPhone Apps und Podcasts aus dem iTunes Store, das Ganze nach Ländern und Kosten sortiert.
Methylphenidat erlebt seit ja leider seit Jahren einen Boom seit es 1944 von Leandro Panizzon synthetisiert und nach seiner Frau Rita benannt wurde. Auch bei Prämedikationen vor allem in MKG und Augenheilkunde trifft man immer wieder auf Kinder mit Ritalin in der Medikation. Das Vorgehen wird oft unterschiedlich empfohlen.
Auf Informationsseiten von Novartis wird davon abgeraten, zur Prämedikation Benzodiazepine zu verwenden, da die Kinder paradox darauf reagieren können. Ritalin selbst könnte bis zum Vorabend oder bis zum OP-Tag weitergegeben werden. Bei der Narkose scheint es wohl keine Einschränkungen zu geben, ausser das empfindlicher auf Narkosegase reagiert werden kann.
Im Anaesthesist aus dem Jahre 2002 findet sich eine Leserfrage zum Thema “Anästhesie bei Kindern mit ADHS”, dort unterscheiden sich die Empfehlungen. Einschränkungen bei Narkosegasen finden sich dort nicht.
Schlussendlich kann es sinnvoll sein, die Narkose über einen Propofolperfuser anstelle von Gasen zu führen, Ritalin muss wahrscheinlich auch nicht abgesetzt werden, teilweise wird es bis um Vortag eingenommen. Paradoxe Reaktionen auf Benzodiazepine im Rahmen der Prämedikation sind möglich, in “Anästhesie und Intensivmedizin bei Kindern” (Thieme, 2006) wird hier eine Dosierung im oberen Bereich empfohlen. Insgesamt gibt es wohl keine systematischen Untersuchungen, sodass klare Empfehlungen nicht getroffen werden können.
Vor kurzem habe ich hier noch geschrieben, dass sich im letzten halben Jahr zum Thema Ärzteblogs keine Neuigkeiten ergeben haben (Ärzteblogs – Eine Sammlung, Juni 2008), so muss ich hier nun doch ergänzen. Erst fand ich bei Medi-Learn einen Thread zum Thema Ärzteblogs, aber auch da keine unbekannten Neuen. Aber gibt es direkt von ML seit dem Februar 2008 ein paar neue Blogs – Tagebuch eines Arztes, teilweise auch von Studenten.
Ein Chirurg, ein Internist und ein ein Anästhesist gehen auf Enten-Jagd.
Der Chirurg nimmt sein Maschinengewehr ballert in die Luft auf alles was fliegt und schickt den Pathologen los um zu schauen, ob eine Ente dabei war.
Der Internist nimmt sein Jagdgewehr legt an und meint:” Na welchen nehme ich denn, ja welchen nehme ich denn?”
Der Anästhesist baut sein Scharfschützengewehr mit Ziehlfernrohr auf einen Gewehrständer, stellt stundenlang das Visier ein und zielt. Gerade als eine Ente vorbeikommt baut er alles wieder ab und geht.
Fragt ihn der Chirurg: “Bist du bescheuert, wo willst Du denn jetzt hin?” Sagt der Anästhesist: “17:00h, ich hab Feierabend.”